Was manche Femizide noch tragischer macht, ist die Tatsache, dass der Täter nicht nur der Ehemann oder Partner des Opfers ist, sondern auch der Vater ihrer Kinder. Diese werden so zu Waisen, die einer besonders grausamen Realität ausgesetzt sind: Ihre Mutter ist tot und ihr Vater ist des Mordes beschuldigt.
Wie definiert man Waisen von Femiziden?
Bei den Waisen von Femiziden handelt es sich um Jungen und Mädchen, die – manchmal jahrelang – die Gewalt ihres Vaters gegen ihre Mutter miterlebt haben und unter den Folgen leiden, die dieser Umstand auf ihre eigene emotionale, beziehungsmäßige und kognitive Entwicklung hat.
Was sieht das Gesetz in diesen Fällen vor?
Das italienische Gesetz sieht vor, dass Waisen von Femiziden Zugang zum Fonds für Opfer von Gewaltverbrechen (Gesetz Nr. 122/2016) haben, der wirtschaftliche Unterstützung für die Pflegefamilien sowie Stipendien und Programme für den Einstieg in die Arbeitswelt für die Waisenkinder bereitstellt. Diese können auch kostenlose medizinische und psychologische Unterstützung in Anspruch nehmen.
Diese Maßnahmen sind durch die Notwendigkeit begründet, den Waisen und den Familien, denen sie anvertraut sind, zu helfen, die erlittene Gewalt zu verarbeiten und so weit wie möglich zu einem normalen Leben zurückzukehren.
In diesem Sinne besteht auch die Möglichkeit, dass die Kinder des Täters den Nachnamen ihrer Mutter annehmen, sowie die Aussetzung der Zahlung der Hinterbliebenenrente des Opfers an den Täter, die stattdessen in vollem Umfang an ihre verwaisten Kinder ausgezahlt wird.

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